SEEADLER IN ÖSTERREICH • FEBRUAR 2020

Auf breiten Schwingen gleitet er durch sein Reich, der Inbegriff von Freiheit und uneingeschränkter Herrscher der Lüfte, der Adler. Seine imposante Erscheinung und seine Erhabenheit haben die Menschen seit jeher fasziniert. In unzähligen Gedichten, Fabeln und Erzählungen spielen die majestätischen Greifvögel eine wichtige Rolle. Besonders bei den Naturvölkern wird der Adler sehr geachtet und genießt ein hohes Ansehen. Eine indianische Weisheit sagt:
“Solange der Adler jagt und fliegt, lebt diese Welt. Doch fliegt und jagt der Adler nicht mehr, stirbt diese Welt.”
Genau das traf in den 1940er Jahren in Österreich zu. Der angeblich letzte Seeadler, wurde damals auf seinem Nest geschossen. Illegale Abschüsse, Lebensraumverlust und Pestizideinsatz setzten den Adlern jahrzehntelang sehr stark zu, und so galten die Tiere 1946 in Österreich als ausgestorben. Dank intensiver Schutzbemühungen, gelang es, diese Entwicklung wieder umzukehren. Die erste erfolgreiche Brut konnte jedoch erst über 50 Jahre später, im Jahr 2001, registriert werden. Buchstäblich wie der Phönix aus der Asche, eroberten die Greife ihren angestammten Luftraum nach und nach wieder zurück. Bei meinem Besuch an der Winterfütterung meines geschätzten Kollegen Robert Kreinz, hatte ich die Gelegenheit diesen faszinierenden und erbarmungslosen Jägern, nahe zu kommen.

Abbildung 1: Der König der Lüfte gleitet mühelos durch sein Reich. Er ist zwar noch ein Jungtier, dennoch ist ihm die Erhabenheit in die Wiege gelegt.

Weg von der Straße...

Seeadler aus der Nähe zu fotografieren ist kein leichtes Unterfangen. Der Naturfotograf Robert Kreinz arbeitet seit nun mehr 15 Jahren mit den Greifvögeln in Österreich und greift auf einen enormen Erfahrungsschatz zurück. Im Winterhalbjahr betreibt er eine Fütterung an einem, eigens für die Adler, errichteten Fotoversteck. Die Futterstelle wird, in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Jägern, nur mit überfahrenen Tieren als Köder bestückt. Bevor Sie jetzt denken, Anfüttern ist keine echte Wildlife-Fotografie, muss ich an dieser Stelle sagen, dass es vornehmlich zum Schutz der Tiere passiert. Überfahrene Hasen z.B. werden von der Straße entfernt und an die sichere Fütterung verbracht.

Da Aas einen Großteil der Nahrung der Seeadler ausmacht, würden sie den Hasen an Ort und Stelle sowieso fressen und so werden viele Adler Opfer von Verkehrsunfällen. An der Fütterung können die Tiere ungestört und sicher fressen. Das Versteck ist auch nicht ausschließlich zum Fotografieren gedacht. Die Tiere werden von dort aus auch dokumentiert und beobachtet. Ringzählungen und Monitoring sind ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Greifvögel.

Abbildung 2: Portraits von einem Seeadler bekommt man selten. Das Versteck bietet ideale Möglichkeiten für solch intime Nahaufnahmen.

Abbildung 3: Das sogenannte “Manteln” dient dazu, die Beute gegen Nahrungskonkurrenten abzuschirmen. Dieses spezielle Verhalten zeigen alle Greifvögel.

Abbildung 4: Die großen Schwingen werden auch genutzt, um mehr Kraft zu entwickeln. Das ermöglicht den Tieren, Beutestücke aus größeren Kadavern zu reißen, die sie nicht wegtragen können.

Abbildung 5: Ein junger Seeadler an seiner Beute. Die scheckig-braune Färbung des Federkleides und der dunkle Schnabel zeigen deutlich, dass es sich hier um ein Jungtier handelt. Erst mit fortschreitendem Alter entwickelt sich die, für ausgewachsene Seeadler, charakteristische Gefieder- und Schnabelfärbung.

Eine stattliche Erscheinung...

Das Gefühl, diesen Greifvögeln zum ersten Mal in freier Wildbahn so extrem nah zu sein, ist unbeschreiblich. Der Herzschlag wird schneller und man bekommt feuchte Hände vor Aufregung das erste Bild machen zu können. Fast zweieinhalb Meter Spannweite, bis zu fünf Kilogramm Gewicht und zwei kräftige Fänge mit dolchartigen Krallen fordern einem sofort den gebührenden Respekt ab. Dies wiederum erklärt auch, warum der Seeadler keine natürlichen Feinde besitzt.

Die mächtigen und enorm anpassungsfähigen Greifvögel benötigen ca. ein halbes Kilogramm Nahrung pro Tag. Aas steht dabei genauso auf dem Speiseplan, wie frisch erlegte Beute. Schon verendete Tiere werden meist sogar bevorzugt, da es keine energieraubenden Jagdflüge erfordert und sich die Beute nicht mehr wehrt, d.h. das Verletzungsrisiko ist sehr gering bzw. garnicht mehr vorhanden. An Gewässern jagen die Adler bevorzugt nach Fischen und Wasservögeln.

Abbildung 6: Ein junger Seeadler beansprucht einen verendeten Hasen für sich. Er sollte sich mit dem Fressen beeilen, denn es dauert nicht lange, bis die ebenfalls hungrigen Artgenossen auf den Plan treten.

Abbildung 7: Da kommt auch schon der nächste Kollege oder Kollegin und rennt flotten Schrittes zum Futter.

Abbildung 8: Mit ihren Klauen halten sie die Beute fest. Der Hakenschnabel dient ihnen als Essbesteck, mit ihm reißen sie Futterstücke aus dem Kadaver.

Um, wie schon erwähnt, Energie bei der Nahrungsbeschaffung zu sparen, folgen die Adler gerne größeren Beutegreifern und sichern sich deren zurückgelassene Beute. An den Küsten Skandinaviens begleiten sie Buckelwale oder Orcas auf der Jagd nach Heringen. In Finnland beispielsweise, sieht man sie oft in der Nähe von Bären und Wölfen. Ist gerade niemand zur Stelle, der für einen die Arbeit macht, müssen die Seeadler selbst auf die Jagd gehen. Fische, die zu nahe an der Oberfläche schwimmen, Wasservögel an Seen und Flüssen und unachtsame Seevögel in den Steilklippen der Küsten gehören zur bevorzugten Beute.

Der Lebensraum der Adler erstreckt sich von Grönland über Skandinavien, Mittel- und Osteuropa bis nach Japan. In Norwegen allein brüten ca. 2000 Adlerpaare. Eine Adlerehe kann 30 Jahren andauern, wobei das Nest bzw. der Horst in dieser Zeit auf einen Durchmesser von zwei Metern und einem Gewicht von bis zu einer halben Tonne anwachsen kann. Vorzugsweise nisten die Tiere in alten, gewässernahen Wäldern mit mächtigen Bäumen, meist Kiefern oder Buchen. Mit ihrer enormen Spannweite und einer Körperlänge von 90 Zentimetern, benötigen die Vögel diese lichten Waldbestände. Nur in den baumlosen Küstengebieten des Nordens brüten die Adler auf raubtierfreien Inseln am Boden.

Abbildung 9: Dieses Bild zeigt sehr schön die unterschiedlichen Entwicklungsstufen der beiden Jungtiere. Links der jüngere und rechts der schon etwas ältere Jungvogel. Seeadler sind ca. mit fünf Jahren geschlechtsreif und bilden erst mit der Zeit die für Altvögel typische Gefieder- und Schnabelfärbung aus.

Abbildung 10: Wenn die “Oldies” die Szenerie betreten, ändert sich die Dynamik an der Beute deutlich. Die Jungtiere begehren auf und versuchen ihren Anteil zu behaupten. Den Altvögeln bleibt keine andere Wahl, als den jüngeren die Grenzen aufzuzeigen. Zumindest versuchen sie es :-).

Alte und neue Gefahren...

Im Gegensatz zu früheren Zeiten, wird der Seeadler heutzutage nicht mehr als Schädling betrachtet. Es wurden Schutzzonen eingerichtet und so gelten die Tiere heute nicht mehr als gefährdet oder vielmehr als noch nicht erneut gefährdet. Der bevorzugte Lebensraum der Adler, in dem sich Wälder, Seen und Sümpfe abwechseln und wenig Landwirtschaft betrieben wird, ist selten geworden. In der Zeit der Jungenaufzucht von März bis August sind die Greifvögel besonders störungsempfindlich und benötigen Rückzugsgebiete mit wenig menschlicher Aktivität.

Der Mensch war seit jeher der größte Feind des Adlers. Noch im 19. Jahrhundert gab es Abschussprämien und tausende Adler fanden so ihr Ende. Der Naturschutz und das Jagdverbot des 20. Jahrhunderts brachten erstmals Erleichterung. Dennoch geht vom Menschen immer noch die größte Gefahr für die Adler aus. Auch wenn die Tiere nicht mehr bejagt werden dürfen, ist die Jagd immer noch eine indirekte Bedrohung. Mit dem Fortschritt der Neuzeit erwuchs eine zusätzliche, vom Menschen gemachte Bedrohung, erneuerbare Energie!

Abbildung 11: Der Ruf der Freiheit.

Abbildung 12: Selbstbewußt und entschlossen blickt der Seeadler in die Zukunft.

Die indirekte Gefahr durch die Jagd, geht von der Munition uneinsichtiger Jäger aus. Dutzende Adler sterben jährlich, weil sich immer noch manche Jäger weigern, auf bleihaltige Munition zu verzichten. Bleigeschosse zersplittern beim Aufprall und verteilen sich in der Jagdbeute. Bleiben diese geschossenen Tiere oder Teile von ihnen zurück, nehmen die Greifvögel und andere Aasfresser das Blei auf. Für den Menschen sind diese Bleipartikel nicht gefährlich, bei den Adlern führen sie jedoch schon in geringsten Mengen zu Nervenschäden und Blindheit. Ein qualvoller Tod ist die Folge.

Völlig neu hingegen ist die Bedrohung durch erneuerbare Energie. Windkraftanlagen stellen nicht nur für die Adler eine sehr große Gefahr dar. Unzählige Vögel lassen ihr Leben, weil sie die Geschwindigkeit der Propeller nicht richtig einschätzen können. Unter Volllast bewegen sich die Rotorblätter mit bis zu 300 km/h, man muss kein Physiker sein, um zu erahnen welchen Schaden so ein Windrad beim Auftreffen anrichten kann. Trotz aller Widrigkeiten, schaffen es die Seeadler, ihre angestammte Heimat zurück zu erobern. Ich persönlich bin überaus froh und dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte und es mir die Adler gestattet haben, einen kurzen Einblick in ihre Welt zu bekommen.

Abbildung 13: Schnabel und Klauen eines adulten Seeadlers sind beeindruckende Waffen im Kampf ums Überleben.

Abbildung 14: Legt sich die sogenannte “Nickhaut” über das Auge, sehen die Vögel aus wie Zombies.

Abbildung 15: Ein ausgewachsener Seeadler beansprucht den verendeten Hasen für sich und frißt sich voll.

Elegante Gesellschaft...

Der Rotmilan, ist ein Suchflugjäger und gehört, ebenso wie der Seeadler, zur Familie der Habichtartigen. Elegant segeln sie über die Offenflächen ihres Reviers und suchen nach Fressbarem. Ein verendeter Hase ist da nicht zu verachten. Meist versucht der Milan in der Luft zu bleiben und sich im Vorbei- bzw. Stoßflug ein Stück mitzunehmen. Auf den Boden setzt sich der Milan eher selten. Mit Hilfe des Verstecks, hatte ich die seltene Gelegenheit, diesen außergewöhnlich schönen Greifvogel fotografieren zu können, zeitweise sogar am Boden sitzend.

Der Rotmilan und sein schwarzer Vetter sind in Mitteleuropa weit verbreitet. Dabei bildet Deutschland die Hochburg der roten Flugkünstler. 50 Prozent des Rotmilanbestandes brüten in Deutschland. Leicht zu erkennen ist der Milan an seinen gebogenen Schwingen und dem gegabelten Stoß. Auch sein trillernder Ruf ist unverkennbar. Ein Rotmilan, der im Gaukelflug die Felder absucht, gehört meiner Meinung nach, zu einem der schönsten Anblicke, die wir in unseren Breiten haben.

Abbildung 16: Wenn kein Seeadler am Kadaver ist, kann der Rotmilan auch mal in Ruhe landen und sich ein wenig umsehen.

Abbildung 17: An Eleganz nicht zu überbieten, ein Rotmilan im Flug.

Abbildung 18: Rotmilan im Anflug zur Beute. Hier zeigt sich besonders gut das schön gezeichnete Gefieder.

Abbildung 19: Der tiefe Standpunkt der Kamera ermöglicht ein wunderbares Bokeh.

Abbildung 20: Nach kurzem Aufenthalt am Boden, schwingt sich der Rotmilan wieder in die Lüfte.

Abbildung 21: In diesem Fall ist es nicht der Adler, der gelandet ist, sondern der Rotmilan.

Abbildung 22: Der Rotmilan ist eine faszinierende Schönheit. Gibt er einem die seltene Gelegenheit, ihn am Boden zu fotografieren, sollte man vorbereitet sein. Meist bleibt nicht viel Zeit, um einen guten Schuß zu bekommen.

Abbildung 23: So präsentiert sich der Rotmilan im Normalfall. Im Überflug versucht er Fleischstücke mitzunehmen. Je nach Abstand zum Motiv und Wahl des Objektivs, bleibt oft keine andere Möglichkeit, als die Flügel im Bild anzuschneiden. Auf kurze Distanz ist die Spannweite von 1,80m schwer ins Bild zu bekommen, noch dazu bei der hohen Geschwindigkeit des Greifvogels.

Weitere Gäste am Buffet...

Seeadler und Rotmilane sind nicht die Einzigen, die sich an der gedeckten Tafel gütlich tun. Andere Opportunisten und Aasfresser finden sich ebenfalls zum großen Gelage ein. Elstern, Nebelkrähen und Kolkraben versuchen sich auch ihren Teil der Beute zu sichern. Sind keine Seeadler in der Nähe, traut sich sogar der Mäusebussard an den Kadaver. Er gibt sich, meist bevor die Adler kommen oder nachdem sie wieder weg sind, sein Stelldichein. Mitunter kann der Betrieb an der Futterstelle ganz schön zunehmen. Besonders das Verhalten der klugen Rabenvögel ist sehr interessant zu beobachten.

Es hat fast den Anschein, als wollen die Krähen die Seeadler entnerven und ihnen die Lust am Fressen rauben. In gewagten Flugattacken landen sie auf dem Rücken der Adler oder versuchen sie mit Ziehen an den Stoßfedern aus der Reserve zu locken. Sichtlich genervt machen die großen Greife ihrem Unmut Luft und vertreiben die kleinere Konkurrenz unermüdlich. Für den Betrachter ist dieses Schauspiel nicht nur sehr interessant sondern auch überaus belustigend.

Abbildung 24: Entschuldigung, Herr Adler, sie haben da was auf dem Rücken.

Abbildung 25: Mutig zieht die Nebelkrähe den Seeadler am Schwanz.

Abbildung 26: Lässt der Adler von der Beute ab, hat die Krähe die Möglichkeit, sich ihren Anteil zu sichern.

Abbildung 27: Auch der Kolkrabe darf am Kadaver nicht fehlen.

Abbildung 28: Den wunderschönen Elstern wird meist nicht genug Beachtung geschenkt, dabei gehören sie ebenfalls mit zu den schönsten Vögeln.

Abbildung 29: Wenn die Luft rein ist, kommt der scheue Mäusebussard und sichert sich seinen Teil der Beute.

Audienz beim Kaiser...

Unfassbares Glück hatte ich bei meinem ersten Besuch im Januar, als sich einer der seltenen Kaiseradler zu den Seeadlern gesellte. Diesen Vertreter der Habichtartigen hatte ich garnicht auf der Rechnung, doch als Robert freudig vermeldete, dass ein Kaiseradler gelandet ist, konnte ich mein Glück kaum fassen. Im ersten Moment war mir der Unterschied garnicht aufgefallen, doch bei genauerem Hinsehen war klar, er ist es wirklich. Unglaublich, was für ein enormer Glücksfall. Beim ersten Versuch gleich ein Kaiser....

Auch die Bestände der Kaiseradler sind sehr von der Verfolgung durch den Menschen und die Intensivierung der Landwirtschaft gezeichnet. Gleichsam ihrer etwas größeren Verwandten, den Seeadlern, kämpfen sie sich ebenfalls wieder zurück und breiten sich, Gott sei Dank, wieder aus. Mit dem entschlossenen und kampfeslustigen Charakter, den dieses spezielle Exemplar an den Tag legte, habe ich sehr viel Hoffnung, dass sich die Art bald wieder richtig erholt und ihr Anblick in Mitteleuropa keine Rarität bleibt.

Abbildung 30: Besuch vom Hochadel. Der Kaiseradler betritt die Bühne und zeigt sofort, wer der Chef ist.

Abbildung 31: Wahrhaft kaiserlich präsentiert sich dieser Adler, fast als ob er wüßte, was sein Name zu bedeuten hat.

Abbildung 32: Der Kaiseradler auf dem Weg zum Kadaver.

Abbildung 33: Selbstdie Auseinandersetzung mit seinem größerem Verwandten, dem Seeadler, scheut der Kaiseradler nicht.

Abbildung 34: Ein Blick in die Seele. Intensiver kann Blickkontakt nicht sein, auch wenn dieser Blick seinem eigenen Spiegelbild in der Scheibe galt.

Wildlebenden Tieren so nahe zu kommen, wie hier den Seeadlern, und sie dabei zu beobachten, wie sie ungestört ihr natürliches Verhalten zeigen, ist ein ganz besonderes Erlebnis. In Finnland konnte ich die Greifvögel schon in Interaktion mit Braunbären beobachten, dennoch war dieses Aufeinandertreffen in Österreich etwas völlig anderes. Die extrem kurze Distanz zwischen dem Versteck und den Vögeln macht dieses Abenteuer so einzigartig. Die Schwierigkeit besteht darin, nicht völlig auf das Fotografieren zu vergessen, da es so viel zu beobachten gibt.

Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, die Seeadlern selbst zu besuchen, kann ich Ihnen nur wärmsten das Versteck von Robert Kreinz ans Herz legen. Seine Erfahrung und sein Wissen werden Ihnen dabei helfen, unvergessliche Momente mit den Adlern zu erleben. Sie sollten jedoch wissen worauf Sie sich einlassen. Um die Tiere fotografieren zu können, muss man im Dunkeln ins Versteck gehen und es erst wieder im Dunkeln verlassen. Anderenfalls ist das Versteck für lange Zeit unbrauchbar, da die Tiere dann wissen, es ist jemand dort. Sie müssen sich auf lange Tage im Hide einstellen, wir sprechen hier von zehn bis zwölf Stunden sitzen.

Im Anschluss habe ich Ihnen die Homepage von Robert Kreinz verlinkt. Scheuen Sie sich nicht, mit ihm in Kontakt zu treten und Ihr eigenes Adlerabenteuer zu buchen. Ausdauer und Geduld machen sich in jedem Fall bezahlt. Sie werden mit unvergesslichen Eindrücken belohnt, so viel kann ich Ihnen jetzt schon versprechen. Nach meinem Besuch der Seeadler in Österreich ging meine nächste Reise nach Norwegen. Die Adler haben mich auch dort jeden Tag begleitet und bis in mein Innerstes berührt. Der Lofoten-Trip galt aber eher den Landschaften und Nordlichtern, der schönsten Inseln der Welt. Freuen Sie sich im nächsten Bericht auf einen mehr feuchten als fröhlichen Ausflug in den hohen Norden.